FAQ zur Covid-19 Beihilfe

Ziel der ab Juli gestarteten Phase 2 beim Covid-19-Fonds ist es besondere Not- und Härtefälle für Künstlerinnen und Künstler sowie Kulturvermittlerinnen und Kulturvermittler abzufedern, die nicht nach den Richtlinien des Härtefallfonds und der Überbrückungsfinanzierung für Künstlerinnen und Künstler anspruchsberechtigt sind.

Bitte überprüfen Sie daher vor Ihrer Antragstellung beim KSVF die Voraussetzungen dieser beiden Unterstützungsmöglichkeiten auf

Härtefall-Fonds WKO: https://www.wko.at/service/haertefall-fonds-phase-2.html  . Überbrückungsfinanzierung SVS: https://www.svs.at/cdscontent/?contentid=10007.859358&portal=svsporta

Kurzer Überblick über diese beiden Möglichkeiten:

 

Überbrückungshilfefonds der SVS

Eckpunkte der Überbrückungsfinanzierung für selbständige Künstlerinnen und Künstler:

  • Abwicklung über Sozialversicherung der Selbständigen (SVS), die auch schon gemäß Gesetz als KünstlerInnen-Servicezentrum agiert
  • Antragsberechtigt sind Personen, die Kunst und Kultur schaffen, ausüben, vermitteln oder lehren.
  • Der Bezug des Beitragszuschusses des KSVF ist KEINE Voraussetzung. Der Kunstbegriff ist auch nicht ident
  • Pflichtversicherung nach dem Gewerblichen Sozialversicherungsgesetz (GSVG) aufgrund künstlerischer Tätigkeit. Eine „Opting in“-Versicherung (nur Krankenversicherung) ist ausreichend.
  • Anträge ab 3. Juli 2020 möglich
  • Zahlungen aus dem Härtefallfonds der Wirtschaftskammer werden angerechnet

Bitte halten Sie sich auf der Website der SVS am Laufenden.  (https://www.svs.at/cdscontent/?contentid=10007.857727&portal=svsportal)

 

Härtefall-Fonds (WKO)

Phase 2 des Härtefall-Fonds läuft seit 20. April, die Antragskriterien wurden deutlich ausgeweitet:

Nebeneinkünfte, Einkünfte aus Pensionsversicherung und Mehrfachversicherung sind keine Ausschlusskriterien mehr. Ebenso sind Einkommensober- und -untergrenzen entfallen.

Auch Personen, die zwischen 1. Jänner 2020 und 13. März 2020 ein Unternehmen gegründet haben sind anspruchsberechtigt. Der Betrachtungszeitraum wurde auf neun Monate erweitert (sechs beliebige Monate können für die Beantragung gewählt werden).

Künftig wird nur noch generell auf das Vorhandensein einer Sozialversicherung abgestellt, damit sind auch geringfügig unternehmerisch tätige Pensionisten antragsberechtigt.

Ein Einkommensteuerbescheid ist nicht mehr erforderlich, eine österreichische Steuernummer ist ausreichend. Last but not least wurde eine Pauschalförderhöhe von 500 Euro pro Monat sowie ein Comeback-Bonus von 500 Euro – auch für Unternehmen, die aufgrund von Investitionen oder Anlaufverlusten keinen Gewinn erwirtschaften konnten - eingeführt. Das heißt, es gibt beim Härtefallfonds keinen Förderbeitrag mehr unter 1000 Euro monatlich.

Bitte halten Sie sich auf der Website der WKO am Laufenden (https://www.wko.at/service/haertefall-fonds-phase-2.html).   

 

Covid-19 Fonds (KSVF)  

 

1. Anspruchsberechtigte 

 

1.1.  Muss ich KünstlerIn sein, um beim KSVF einreichen zu können? 

Beim COVID-19-Fonds können neben KünstlerInnen auch KulturvermittlerInnen ansuchen.

Falls Sie noch keine Soforthilfe (Phase 1) vom KSVF erhalten haben bzw. bisher noch keinen Kontakt zum KSVF haben, muss im Zuge der Antragstellung die Künstler_inneneigenschaft bzw. Tätigkeit als Kulturvermittler_in jedenfalls vom Beirat geprüft werden.

Es liegt daher in Ihrem eigenen Interesse, hierfür eine geeignete Dokumentation (z.B. Nachweise über Stipendien, Werkproben, Mitgliedschaft im Verein der Kulturvermittler_innen, etc.) einzureichen.

Ein aussagekräftiger aktueller Lebenslauf ist jedenfalls erforderlich.

 

1.2.  Kann ich eine Unterstützung aus dem Covid-19-Fonds bekommen, wenn ich die Selbständigkeit ruhend gemeldet habe?  

KünstlerInnen können die Pflichtversicherung in der SVS ruhend melden, um - sofern ein Anspruch besteht - Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe zu beziehen.  

Für eine Unterstützung bedeutet das dann Folgendes:  

a) Wer zum Zeitpunkt der Antragstellung eine Leistung aus der Arbeitslosenversicherung bezieht, ist sowohl vom Härtefall-Fonds als vom Überbrückungsfonds ausgeschlossen.

b) Eine Ruhendmeldung führt zur Ausnahme von der Pflichtversicherung. Eine Versicherung ist jedoch ebenfalls Voraussetzung beim Härtefall-Fonds (WKO) und beim Überbrückungsfonds der SVS.

Hier müssen Sie also abwägen, was für Sie sinnvoller ist. Der Bezug von Arbeitslosengeld oder die Unterstützung beim Härtefall-Fonds (WKO) bzw. durch die Überbrückungshilfefonds der SVS.

Beim Covid-19-Fonds des KSVF ist die Versicherung keine Voraussetzung. Weiters hindert der Bezug von Arbeitslosengeld auch nicht den Bezug der Beihilfe beim KSVF.

 

1.3.  Ich beziehe keinen Zuschuss aus dem KSVF. Kann ich trotzdem eine Beihilfe aus dem Covid-19-Fonds im KSVF bekommen?  

Ja! Der Bezug eines Beitragszuschusses ist keine Voraussetzung für den Erhalt der Covid-19-Beihilfe.

Eine Voraussetzung ist allerdings, dass die Anspruchskriterien für den Härtefall-Fonds in der WKO und die Anspruchskriterien in der SVS nicht erfüllt sind. Die jeweiligen Anspruchskriterien finden Sie hier: https://www.wko.at/service/haertefall-fonds-phase-2.html und https://www.svs.at/cdscontent/?contentid=10007.859358&portal=svsportal

 

1.4.  Kann ich als Künstlerin bzw. Künstler eine Unterstützung aus dem Härtefall-Fonds (WKO) erhalten? Auch wenn ich nicht WKO-Mitglied bin? 

Ja! Der Härtefall-Fonds (WKO) ist sogar die erste Anlaufstelle. Nur wer dort die Voraussetzungen nicht erfüllt (z.B. keine Steuernummer, Bezug von Arbeitslosengeld,…), kann sich an den Covid-19-Fonds im KSVF wenden. 

 

1.5.  Ich habe keine Steuernummer. Ist der Covid-19-Fonds nun für mich zuständig?

Bitte informieren Sie sich zuerst über die Voraussetzungen der Überbrückungsfinanzierung bei der SVS. Auch dort ist eine Steuernummer keine Voraussetzung. Wenn Sie bei der SVS nicht anspruchsberechtigt sind, können Sie sich als Künstler_in bzw. Kulturvermittler_in gerne an den KSVF wenden.

 

1.6.  Ich habe eine Teilzeitanstellung (z.B. Lehrauftrag) und damit immerhin ein kleines, regelmäßiges Gehalt. Kann ich eine Unterstützung aus dem Härtefall-Fonds (WKO) erhalten? 

Ja! Nebeneinkünfte sind kein Ausschlusskriterium mehr.  

1.7.  Ich beziehe eine kleine Pension und war immer auf zusätzliche Einkünfte aus der selbständigen Tätigkeit angewiesen. Kann ich eine Unterstützung aus dem Härtefall-Fonds (WKO) oder dem Überbrückungsfonds (SVS) erhalten?  

Ja! Personen, die eine Leistung aus der gesetzlichen Pensionsversicherung beziehen, sind weder vom Härtefall-Fonds in der WKO noch von der Überbrückungsfinanzierung bei der SVS ausgenommen ausgenommen.

 

1.8. Ich bin bei der SVS nur im Rahmen des „Opting-In“ versichert. Muss ich mich jetzt an den Covid-19-Fonds wenden?

 Nein – hier ist die SVS der erste Ansprechpartner. Eine Opting-In Versicherung bei der SVS ist für den Bezug des dortigen Zuschusses ausreichend, sofern man angegeben hat, eine künstlerische Tätigkeit auszuüben.

2.  Anspruchskriterien 

 

2.1.  Welche Kriterien entscheiden darüber, ob jemand Unterstützung erhält?  

Für eine Beihilfe (Phase 2) aus dem Covid-19-Fonds im KSVF sind weder schriftliche Vereinbarungen als Nachweis noch eine Argumentation zu Einnahmenausfällen notwendig. Im Antragsformular muss angekreuzt werden, dass eine wirtschaftlich signifikante Bedrohung durch Covid-19 gegeben ist und die laufenden Lebenshaltungs- und Betriebskosten mittels der laufenden Einnahmen nicht mehr gedeckt werden können.

Mit dem Unterzeichnen des Antrags wird eine eidesstattliche Erklärung abgegeben, dass sämtliche Angaben nach bestem Wissen und Gewissen richtig und vollständig sind.

Wichtiger Hinweis: Allfällig vorhandenes Vermögen und/oder Kontoguthaben werden nicht zur Beurteilung der wirtschaftlichen Situation herangezogen.

2.2.  Einkünfte setzen sich  oft  aus verschiedenen Tätigkeitsfeldern (selbständig und/oder unselbständig) zusammen, künstlerische, kunstnahe und kunstferne Tätigkeiten. Hat dies Einfluss darauf, welche Förderstelle zuständig ist? 

Nein, jetzt nicht mehr. Mehrfachversicherung bzw. Nebeneinkünfte sind kein Ausschlusskriterium weder ein Ausschlusskriterium beim Härtefall-Fonds der WKO noch bei der Überbrückungsfinanzierung der SVS.

 

2.3.  Wie soll ich einen Umsatzeinbruch/Einnahmenausfälle beim Härtefall-Fonds (WKO) nachweisen? 

Es müssen folgende Voraussetzungen zutreffen - „Von einer wirtschaftlich signifikanten Bedrohung durch COVID-19 betroffen“ - das bedeutet:  

  • nicht mehr in der Lage, die laufenden Kosten zu decken oder
  • von einem behördlich angeordneten Betretungsverbot aufgrund von COVID-19 betroffen oder
  • einen Umsatzeinbruch von mindestens 50% zum Vergleichsmonat des Vorjahres.
  • Für Unternehmen die bei Antragstellung weniger als ein Jahr bestehen, ist die Planungsrechnung heranzuziehen.

Bitte lesen Sie sich die FAQs zur Phase 2 des Härtefall-Fonds der WKO genau durch - https://www.wko.at/service/haertefall-fonds-phase-2.html. Diese informieren darüber, wie der Zuschuss von der WKO berechnet wird und welche Daten dafür notwendig sind.    

 

2.4.  Wo finde ich die KUR / GLN für den Antrag beim Härtefall-Fonds der WKO?

Vorab: Die KUR oder GLN ist keine zwingende Voraussetzung für den Härtefallfonds der WKO.

  • KUR ist die Abkürzung für Kennzahl des Unternehmensregisters.
  • GLN ist die Abkürzung für Global LocationNumber.

Es handelt sich um behördliche Kennziffern, die die Identifikation von Unternehmen ermöglichen. Grundsätzlich haben alle Unternehmer mit einer Steuernummer auch eine KUR bzw. GLN. WKO-Mitglieder erhalten automatisch eine KUR bzw. GLN.

Für die Antragsstellung ist entweder die KUR oder die GLN anzugeben. Freie Dienstnehmer müssen weder KUR noch GLN angeben.

WKO-Mitglieder finden ihre GLN (der öffentlichen Verwaltung) bei ihrem eigenen Eintrag im Firmen A-Z unter firmen.wko.at. 

Als Unternehmen das im Unternehmensserviceportal (www.usp.gv.at) registriert ist finden Sie Ihre KUR und Ihre GLN (Bezeichnung: SEK) nach dem Login im Block „Mein USP“ auf „Unternehmensdaten“.

2.5. Ich bin zwar selbständig tätig, jedoch nicht bei der SVS versichert. Ist das ein Ausschlussgrund für den Bezug der Zuschüsse aus dem Härtefall-Fonds der WKO?

Nicht unbedingt, die Pflichtversicherung muss nicht zwingend durch die selbständige Tätigkeit begründet sein. Liegt keine Pflichtversicherung aufgrund der selbständigen Tätigkeit bei der SVS vor, ist eine Förderung unter gewissen Voraussetzungen möglich: Zum Antragszeitpunkt muss eine aufrechte Pflichtversicherung aufgrund eigener Tätigkeit (etwa aufgrund eines Arbeitsverhältnisses) oder eine freiwillige Versicherung in der gesetzlichen Sozialversicherung aufgrund eigener Tätigkeit (beispielsweise ein freiwilliges Opting-In bei geringfügiger Beschäftigung) bestehen.Liegt nur eine Mitversicherung als Angehöriger vor, ist dies nicht ausreichend und berechtigt nicht zur Antragstellung.
Auch eine Versicherung aufgrund Pension ist ausreichend, sofern eine Eigenpension aufgrund eigener Tätigkeit (z.B. Alterspension, vorzeitige Alterspension, Berufsunfähigkeitspension, Invaliditätspension, Erwerbsunfähigkeitspension, etc) oder eine Witwen/Witwerpension bezogen wird. Versicherungen entsprechender Einrichtungen der Freien Berufe erfüllen diese Voraussetzung ebenfalls.

2.6. Ich bin zwar selbständig tätig, jedoch nicht bei der SVS versichert. Ist das ein Ausschlussgrund für den Bezug des Zuschusses des Überbrückungsfonds der SVS?

Ja, das könnte ein Ausschlussgrund sein.

Grundsätzlich muss man für den Bezug des Zuschusses bei der SVS am 13. März 2020 aufgrund künstlerischer Tätigkeit nach dem Gewerblichen Sozialversicherungsgesetz (GSVG) pflichtversichert gewesen sein. Eine „Opting in“-Versicherung (nur Krankenversicherung) auf Antrag ist ausreichend.

Wenn aber bis spätestens 13. Juni 2020 die Anmeldung zur Pflichtversicherung oder der „Opting in“-Antrag bei der SVS eingelangt ist, kann ebenfalls eine Beihilfe gewährt werden.

Ebenfalls anspruchsberechtigt sind Personen, die im Jahr 2018 und/oder 2019 pflichtversichert waren und zum Stichtag 13. März 2020 künstlerisch tätig gewesen sind.

3.  Höhe der Förderung 

 

3.1.  Wie viel Geld kann ich aus dem Covid-19-Fonds in der Phase 2 bekommen? 

Die Beihilfe beträgt einmalig maximal € 3.000,--. Wenn Sie bereits die Soforthilfe aus dem Covid-19-Fonds bezogen haben, wird diese berücksichtigt. Sie bekommen dann einmalig € 2.000,-- ausbezahlt.

3.2.  Wie viel Geld kann ich aus dem Härtefall-Fonds (WKO) in der Phase 2 bekommen? 

Der Förderzuschuss beträgt maximal 2.000 Euro pro Monat über maximal sechs Monate – also gesamt bis zu 12.000 Euro, mit dem Come-Back Bonus bis zu 15.000 Euro. Die Förderung erfolgt im Nachhinein.

Für jeden Betrachtungszeitraum ist ein gesonderter Antrag zu stellen.

Förderzuschüsse, die bereits in Phase 1 gewährt wurden, werden in Phase 2 ehestmöglich angerechnet.

3.3.  Wie viel Geld kann ich aus dem Überbrückungshilfefonds der SVS bekommen?

Der Förderzuschuss beträgt einmalig bis zu 6.000 Euro. Leistungen aus dem Härtefall-Fonds (WKO) werden hier angerechnet. Eine Soforthilfe aus dem Covid-19-Fonds wird nicht berücksichtigt.

 

3.4.  Sind Beihilfen aus dem Covid-19-Fonds im KSVF von der Einkommensteuer befreit? 

Ja! Sämtliche Leistungen des KSVF sind von der Einkommensteuer befreit.

3.5. Ist die Beihilfe des KSVF im Antrag für die Phase 2 des Härtefallfonds anzugeben?

Ja, die Beihilfe des KSVF ist beim Härtefallfonds anzugeben und wird analog zu Förderungen der Phase 2 des Härtefallfonds auf die Gesamtfördersumme angerechnet.

 

3.6.  Können KünstlerInnen, die aufgrund der Unter- oder Überschreitung der gesetzlich festgelegten Einkommensgrenzen keinen Beitragszuschuss vom KSVF erhalten, einen Antrag beim COVID-19-Fonds des KSVF stellen? 

Ja!  Ein Zuschuss zu den SVS-Beiträgen ist keine Voraussetzung für den Antrag. Bitte beachten Sie aber die Höchstgrenze von 29.942,90  Euro.

3.7.  Beeinflusst die Umsatzhöhe die Zuständigkeit? 

Nein! Nicht im Verhältnis von KSVF, Härtefall-Fonds (WKO) und SVS.

 

3.8.  Sind auch  Personen mit Einkommen unter der Steuergrenze, ohne Steuernummer bzw. Personen, die erst 2020 ihre Tätigkeit aufgenommen haben, erfasst? 

In Phase 2 des Härtefall-Fonds (WKO) sind auch Unternehmen bei einer Gründung zwischen 1. Jänner und 15. März 2020 förderberechtigt. Personen ohne Steuernummer können beim Covid-19 Fonds des KSVF bzw. beim Überbrückungshilfefonds der SVS einreichen.

4.  Vorbereitung der Beantragung 

 

4.1. Ich habe bereits eine Soforthilfe aus dem Covid-19-Fonds erhalten. Bekomme ich die Beihilfe für die Phase 2 automatisch ausbezahlt?

Der KSVF kann nur dann eine Beihilfe gewähren, wenn Sie weder beim Härtefall-Fonds (WKO) noch beim Überbrückungsfonds (SVS) anspruchsberechtigt sind. Diese Voraussetzungen sind zu bestätigen. Daher ist eine nochmalige Beantragung für die Beihilfe der Phase 2 beim KSVF erforderlich. Das Onlineformular finden Sie ab 10. Juli 2020 hier.

4.2.  Muss ich erst einen Antrag an den Härtefall-Fonds in der WKO oder beim Überbrückungshilfefonds der SVS stellen und eine Absage abwarten, bis ich einen Antrag an den Covid-19-Fonds im KSVF stellen kann? 

Nein! Bitte prüfen Sie aber zuerst, ob Sie die Kriterien für den Härtefall-Fonds (WKO) oder den Überbrückungshilfefonds der SVS erfüllen, bevor Sie einen Antrag beim KSVF stellen. Die aktuellen Kriterien finden Sie hier: https://www.wko.at/service/haertefall-fonds-phase-2.html. und https://www.svs.at/cdscontent/?contentid=10007.859358&portal=svsportal

Sie müssen im Antragsformular auch ausdrücklich bestätigen, dass Sie weder beim Härtefall-Fonds noch beim Überbrückungsfonds anspruchsberechtigt sind. sämtliche Angaben müssen nach bestem Wissen und Gewissen richtig und vollständig gemacht werden. Vorsätzlich unrichtige oder unvollständige Angaben sind strafbar sind.

4.3.  Ist gegebenenfalls ein Unterstützungsantrag zu einem späteren Zeitpunkt sinnvoller? 

Diese Beurteilung obliegt Ihnen als Antragsteller_in, da nur Sie Ihre individuelle Situation kennen. 

4.4.  Ist die Antragstellung zu einem späteren Zeitpunkt möglich? Ist dann noch Unterstützungs-Geld vorhanden? 

Grundsätzlich ist die Antragstellung bis 31.12.2020 möglich, vorbehaltlich der budgetären Mittel. 

4.5.  Welche Unterlagen sind erforderlich und in welcher Form sind sie einzureichen? 

Alle Informationen für den Härtefall-Fonds der WKO bzw. den Überbrückungsfonds der SVS finden Sie online.

Für den Covid-19-Fonds werden die benötigten Unterlagen im Online-Formular angeführt. Sollten wir noch weitere Unterlagen benötigen, werden wir uns mit Ihnen in Verbindung setzen.

 

4.6.  Inwiefern beeinflusst das Einkommen der Partnerin oder des Partners die Förderung? 

Für die Beihilfe des Covid-19 Fonds (KSVF) sind nur die im Antrag angeführten Daten relevant.

4.7. Ich habe eine Zusage für ein Arbeitsstipendium der Stadt Wien. Muss ich das dem KSVF mitteilen? Hat das Einfluss auf die Unterstützungen durch den Covid-19-Fonds (KSVF)?

Die Zusage eines Arbeitsstipendiums hat keinen Einfluss auf die Gewährung der Beihilfe des KSVF.

 

4.8.  Muss ich dem Ansuchen Unterlagen zur künstlerischen Tätigkeit beilegen, wenn ich bereits vom KSVF als Künstlerin beurteilt wurde?

Dem Onlineantrag ist ein Lebenslauf beizulegen. Weitere Unterlagen werden nur benötigt, wenn noch keine Beurteilung als KünstlerIn bzw. Tätigkeit als Kulturvermittler_in vorgenommen wurde.

Wenn Sie bereits die Soforthilfe bezogen haben, ist ein aussagekräftiger Lebenslauf ausreichend.

 4.9. Ich habe die Soforthilfe beim KSVF erhalten. Kann ich mich jetzt trotzdem an die WKO für Phase 2, oder an die SVS wenden?

Selbstverständlich. Der Härtefall-Fonds (WKO) und der Überbrückungsfinanzierungsfonds (SVS) sind sogar die erste Anlaufstelle (siehe Punkt 1.6).

5.  Auszahlung 

 

5.1.  Ich habe von KollegInnen gehört, dass Anträge an den KSVF sehr aufwändig sind und die Bearbeitung sehr lange dauert. Stimmt das? 

Für Anträge an den Covid-19-Fonds ist ein vereinfachtes Entscheidungsverfahren festgelegt. Die notwendigen Unterlagen für einen Antrag auf Beihilfe (Phase 2) sind stark reduziert. Der KSVF ersucht, das Antragsformular vollständig auszufüllen und nur die unbedingt erforderlichen Unterlagen einzureichen. Anliegen ist eine rasche Unterstützung. Der KSVF veröffentlicht wöchentlich aktualisierte Zahlen zum Bearbeitungsstand -  https://www.ksvf.at/corona-zahlen-daten-fakten.html

5.2. Wie schnell bekomme ich die Beihilfe?

Anträge auf Beihilfe werden beim KSVF üblicherweise innerhalb von 1-2 Wochen entschieden. Nur wenn sich Kunstschaffende bzw. Kulturvermittler_innen erstmalig mit dem KSVF in Verbindung setzen, dauert die Bearbeitung etwas länger. In diesem Fall muss nämlich vorher die KünstlerInneneigenschaft oder die Tätigkeit als KulturvermittlerIn geprüft werden.

Unmittelbar nach der Entscheidung erhalten Sie eine schriftliche Antwort, die Überweisung wird üblicherweise längstens zwei Arbeitstage später in Auftrag gegeben.

 

6.  Weitere Unterstützungsleistung 

 

6.1.  Ich bin Künstler_in, aber erfülle die Kriterien für eine Unterstützung aus dem Härtefall-Fonds in der WKO Wohin kann ich mich wenden? 

Künstler_innen und Kulturvermittler_innen, die die Anspruchskriterien nicht erfüllen, können sich an den Überbrückungsfonds bei der SVS wenden, der seit 3. Juli 2020 Ansuchen entgegennimmt.

Wenn Sie auch dort nicht anspruchsberechtigt sind, können Sie ein Ansuchen beim Covid-19-Fonds einreichen.

Unterstützung für Künstler_innen gibt es auch bei Verwertungsgesellschaften auch zusätzlich in einigen Bundesländern direkt beim Land. Weitere Stellen sind das AMS, die zuständigen Stellen für die Mindestsicherung oder private Ausfallsversicherungen. Eine abschließende Aufzählung ist leider nicht möglich, da dies immer vom jeweiligen Einzelfall abhängt. 

 

6.3. Soll ich bei mehreren Stellen gleichzeitig einen Unterstützungsantrag stellen? Könnte das nachteilig sein? 

Ja, das könnte nachteilig sein. Lesen Sie daher die jeweils online verfügbaren Informationen beim Härtefall-Fonds (WKO) und beim Überbrückungsfonds (SVS) sowie beim KSVF sorgfältig durch, bevor Sie einen Antrag stellen.

FAQs werden laufend erweitert!